Rückblick // Was wir bisher gemacht haben:
______________________________________________
29. April 2012 – Teilnahme an der Gedenkstunde „65 Jahre KZ Friedhof Bisingen“
Am 29. April 2012 fand um 14 Uhr auf dem KZ-Friedhof in Bisingen die Gedenkstunde „65 Jahre KZ Friedhof Bisingen“ statt, an der auch knapp zehn Aktivist_innen der „Alboffensive – Kein brauner Alb(t)raum!“ teilnahmen.
Auf dem KZ-Friedhof liegen die Opfer der so genannten „Operation Wüste“, dem Versuch von NS-Deutschlands über Zwangsarbeit aus dem Ölschiefergestein auf der Alb Öl herauszupressen, um so kriegswichtigen Treibstoff zu gewinnen. Das Unternehmen scheiterte, die Ausbeute war gering. Die Opfer waren umso verheerender. In insgesamt sieben Außenlagern wurden in dem Unternehmen nach neuesten Schätzungen bis zu 12.500 KZ-Häftlinge zur Arbeit gezwungen. Tausende kamen dabei ums Leben: Sie wurden erschossen, erschlagen, von Hunden zerfleischt, verhungerten, erfroren oder starben an Entkräftung und Krankheit.
Daran gedachten die gut 60 Teilnehmenden der Gedenkstunde. Neben einem lokalen Historiker, zwei Pfarrern, Mitgliedern des Gedenkstätten-Vereins und einem Lokalpolitiker sprach auch der württembergische Landesrabbiner und sang zwei Psalme auf Hebräisch, die den Schmerz über den Verlust im Judentum zum Ausdruck brachten. Von mehreren Personen, darunter auch lokale Schüler, wurden die wenigen ermittelten Namen von KZ-Opfern verlesen. Dass nur wenige Namen heute überliefert sind, liegt daran, dass der örtliche Bürgermeister die Totenbücher verbrannte. Eindrücklich war auch das Gedicht „Wolken kreisten um den Berg“ eines KZ-Überlebenden.

10. Dezember 2011 – Alboffensive-Vortrag in Albstadt-Tailfingen
Zum Jahresabschluss hatte die „Alboffensive – Kein brauner Alb(t)raum!“ am 10. Dezember 2011 in Albstadt einen Vortrag organisiert. Trauriger Anlass war der Messer-Angriff eines mutmaßlichen Neonazis auf einen jungen Mann Ende September in Albstadt.
Anwesend waren über 30 Personen, darunter auch viele junge Personen und drei Medien-Vertreter. Leider hatte die Polizei vor der Veranstaltung ein seltsames Verhalten an den Tag gelegt und war bei der Anmelderin der Räumlichkeiten, u.a. auf der Arbeit aufgesucht und dort versucht Druck auszuüben, um den Namen von Beteiligten zu erfahren. Zum Vortragstermin selbst ließ es sich die Polizei auch nicht nehmen einen zivil gekleideten Staatsschutz-Angehörigen ins Publikum zu setzen. Da die Polizei vorher nicht dessen Besuch angekündigt hatte, übernahm ein Vertreter der ALBOFFENSIVE diese Aufgabe und bekundete auch ihren Unmut über die Anwesenheit des Polizei-Geheimdienstes.
Trotz des schlechten Wetters waren schließlich doch ein paar Leute gekommen. Auch fünf Angehörige der rechten Szene hatte das Thema angelockt. Leider stand erst zum Ende der Veranstaltung sicher fest um wen es sich handelte. Ansonsten wirft die ALBOFFENSIVE konsequent alle Rechten raus, egal ob sie direkt stören oder nicht. Träger von menschenverachtenden Ideologien werden von uns auf Veranstaltungen grundsätzlich nicht toleriert. Selbst bei einem nicht störenden Auftreten der Rechten. Trotzdem merken sie sich Gesichter und das Ausspähen politischer Gegner geht dem organisierten Übergriff voraus. Grundsätzlich verbietet auch die allgemeine Rücksicht auf (potenzielle) Opfer rechter Gewalt die Anwesenheit von Rechten zu tolerieren. Wir sind nicht neutral, sondern parteiisch für die (potenziellen) Opfer rechter Gewalt.
Der Vortrag ging mit anschließender Diskussion über zwei Stunden. Der Referent, Alex Sofo, führte sehr kompetent in das Thema rechte Codes und Stylez ein und erläuterte die extrem rechte Ideologie, die sich hinter dem jeweiligen Symbol oder Code verbirgt. Der Vortrag war reich bebildert und verständlich aufgebaut.
Am Stand der ALBOFFENSIVE lag allerhand Infomaterial aus und auch das neue ALBOFFENSIVE-Supportershirt gab es käuflich zu erwerben.
Im Zusammenhang mit dem Vortrag ist des weiteren auch ein Artikel sowie ein Radiobeitrag deim SWR2 entstanden:
zum Arikel und Radiobeitrag von SWR2 Kontext
______________________________________________
20. August 2011 – Alboffensive-Radsammelaktion in Hechingen
Am 20. August 2011 fand neben dem Hechinger JUZ eine Aktion der Kampagne „Alboffensive – kein brauner Alb(t)raum!“ statt, bei der alte Fahrräder gesammelt und wieder straßenverkehrstauglich gemacht wurden. Sie sollten dann den Flüchtlingen aus dem Hechinger Asylheim als kostengünstiges Fortbewegungsmittel zur Verfügung gestellt werden.
Die Aktion begann 9 Uhr am Morgen und erstreckte sich bis in die späten Nachmittagsstunden. Durch die Sommerferien war die Anzahl der Anwesenden von der Alboffensive zahlenmäßig kleiner als sonst. Die Reihen des Reparatur-Teams wurden aber verstärkt durch mehrere Bewohner_innen des Asylheims, die sich an den Reparatur- und Wartungsarbeiten beteiligten
An die 50 Räder wurden repariert und haben einen neue_n Besitzer_in gefunden, darunter auch etwa ein dutzend Kinderräder. Neben Flüchtlingen erhielten auch mehrere Hartz IV-Abhängige ein Rad.
Ausliegendes Infomaterial der Organisation „Pro-Asyl“ informierte über die Lage von Flüchtlingen in Deutschland, die hierzulande unter struktureller Ausgrenzung und Diskriminierung (Residenzpflicht, Essensgutscheine, geringes Taschengeld, kaum sichere Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitsverbot etc.) leiden.
Wir möchten uns herzlich bei den Menschen aus der Region bedanken, die uns ihre Räder kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Wir bedauern es aus Gründen unserer begrenzten Transport- und Personal-Mittel, nicht alle Räder abgeholt zu haben. Wir hatten eine derart gute Resonanz schlicht nicht erwartet und waren von dem guten Rücklauf ein bisschen überrumpelt. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass viele der Räder in einwandfreiem Zustand und keines in einem wirklichen schlechten Zustand war.
Wir möchten uns ebenfalls beim Hechinger Arbeitskreis Asyl bedanken für die Vermittlung zu den Bewohner_innen des Asylheims und die leckere Verpflegung in Form von selbst gebackenen Kuchen.
Wir möchten uns bei dem Hechinger bedanken, der uns spontan mit seinem fachkundigen Rat und Tat bei unseren Reparatur-Arbeiten zur Seite stand.
Wir möchten uns ganz besonders bei Stano Marcello dem Inhaber, des in der Kaufmannsstraße gelegenen, Fahrrad-Laden „Radsport Veloce“ bedanken, der uns kostenlos mit verschiedenen Ersatzteilen ausgeholfen hat.
Auch möchten wir uns beim JUZ Hechingen für die Räumlichkeiten bedanken, die uns zur Verfügung gestellt wurden.
Wir bewerten die Aktion als vollen Erfolg und schließen eine Wiederholung nicht aus.
______________________________________________
Juni/Juli 2011 – Alboffensive-Stand auf „use your summer“ in Hechingen
Wie im letzten Jahr, so war auch in diesem Jahr die Kampagne „Alboffensive – kein brauner Alb(t)raum!“ am 2. Juli 2011 mit einem eigenen Stand auf dem „use your summer“ in Hechingen vertreten.
Dieses Mal hatte sich die Alboffensive etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein antifaschistisches Dosenschießen. Die Alboffensive hatte dafür zehn Dosen mit Motiven aus dem Bereich extreme Rechte und Rassismus beklebt. Jedes der Motive stellte eine Facette aus dem Bereich dar, gegen den sich die Alboffensive seit ihrer Gründung stellt: den Kosten-Nutzen-Rassismus (verbildlicht durch Sarrazin), das antimuslimische Ressentiment (verbildlicht durch die rechtspopulistische Pro-Bewegung), türkischen Nationalismus in Deutschland (verbildlicht durch das Symbol der „Grauen Wölfe), die NPD (verbildlicht durch ein NPD-Wahlplakat), Rechtsterrorismus, Nazi-Frauen, die Nazi-Kaderfrau Edda Schmidt (verbildlicht durch ein Foto von ihr auf einer Nazi-Demo), Antisemitismus & Antizionismus (Verbildlicht von einem Nazi-Transparent), Nazi-Mode (verbildlicht durch das Thor-Steinar-Logo) und rassistische Kampagnen (verbildlicht durch die Ausschaffungsinitiative der rechtspopulistischen SVP in der Schweiz).
Das antifaschistische Dosenschießen unter dem inoffiziellen Motto „Hau weg den Mist!“ erfreute sich besonders bei den Jüngeren größter Beliebtheit. Wer einen Großteil der Dosen abgeräumte, erhielt zur Belohnung ein Softeis. Es wurden im Laufe des Tages über 120 Eis-Portionen ausgegeben.
______________________________________________
10.04.2011 – Alboffensive-Exkursion nach Haigerloch
Dieses Mal ging es mit der „Alboffensive“ nach Haigerloch. In Kooperation mit der Tübinger Veranstaltungsgruppe „Input“ (http://input.blogsport.de) nahmen 29 Personen aus dem Zollern-Alb-Kreis und Tübingen bei schönem Sonnenschein an einer Führung zur jüdischen Geschichte Haigerlochs teil.
Die jüdische Geschichte Haigerlochs besteht immerhin aus 600 Jahren wechselvoller Geschichte. So lange nämlich lässt sich schon die Existenz von Juden und Jüdinnen in Haigerloch nachweisen.
Die zweite Etappe jüdischer Besiedlung Haigerlochs setzte im Jahr 1780 ein als der damalige Fürst von Sigmaringen Juden einen „Schutzbrief“ ausstellte, was nichts Anderes bedeutete als das sie sich gegen Extra-Geldzahlungen niederlassen durften. In den folgenden Jahren zogen deswegen viele Juden und Jüdinnen, die von der judenfeindlichen christlichen Mehrheitsbevölkerung anderswo nicht geduldet worden, nach Haigerloch. Im Haigerlocher Stadtteil Haag entstand so eine Art jüdisches Viertel.
Zeitweise waren 1/3 der Haigerlocher Bevölkerung jüdischen Glaubens. Eine ganze Infrastruktur entstand. Im Jahr 1783 wurde die erste Synagoge gebaut und im Jahr 1823 wurde eine jüdische Volksschule gegründet, die bis 1939 bestand. Es gab zudem eine koschere Metzgerei, eine Mikwe (jüdisches Ritualbad), ein Friedhof und ein Gemeindehaus.
Trotzdem war das Leben von christlichen und jüdischen Haigerlochern eher ein „geordnetes Nebeneinander“ als ein Miteinander, so unserer Guide.
Nach einer Zeit des friedlichen Nebeneinanders verschlechterten sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 die Bedingungen für Juden und Jüdinnen massiv. Neben der allgemeinen, sich ständigen verschärfenden Einengung durch antisemitische Gesetze wurde beim deutschlandweiten Novemberpogrom 1938 auch die Haigerlocher Synagoge geschändet. Waren die Täter diesmal noch vor allem Nationalsozialisten aus Sulz, geführt von drei Haigerlochern, so waren die Täter bei dem organisierten Pogrom am 10. Oktober 1939 vor allem Haigerlocher. Bei diesem Übergriff wurden alle männlichen Juden Haigerlochs im Alter von über 16 Jahren in ein Gerichtsgebäude in der Unterstadt verschleppt und drei Tage lang misshandelt und gequält.
Der sich immer wilder gebärdende Antisemitismus im Dritten Reich führte dazu, dass viele Haigerlocher Juden und Jüdinnen abwanderten, also ins Ausland flohen. Die Fluchtwege führten dabei aus Haigerloch nach Südamerika, nach Nordamerika, Großbritannien oder nach Palästina, das spätere Israel.
Im August 1942 wurden die letzten Juden und Jüdinnen aus Hohenzollern in den Tod deportiert, sie wurden in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Insgesamt wurden 110 jüdische Männer, Frauen und Kinder in KZs verschleppt und 100 von ihnen ermordet, nur zehn überlebten diese Tortur.
Damit erlischt das jüdische Leben in der Region. Zurück bleiben leere Gebäude, um deren Geschichte sich lange Jahre niemand kümmerte. Ein Beispiel wäre die Geschichte der ehemaligen Synagoge von Haigerloch. Diese wurde aus Not von der Gemeinde 1939 verkauft und von den Nazis 1940 zur Turnhalle umgebaut bzw. dann als Lagerhalle genutzt. Nach Kriegsende an überlebende, emigrierte Juden zurückerstattet, wurde sie erneut verkauft. Bis 1965 wurde das ehemalige Synagogen-Gebäude als Kino benutzt, bis 1981 war dann ein Supermarkt darin. Danach verfiel das Gebäude langsam.
Im Jahr 1988 gründete sich eine Bürgerinitiative die es, gegen anfängliche Widerstände, schaffte das Gebäude zu kaufen und die jüdische Geschichte Haigerlochs neu zu entdecken und zu dokumentieren.
Alle diese Fakten und noch viel mehr brachte uns unserer Guide bei der Führung durch den Haag bei. Seine Erklärungen waren reich an Details und Anekdoten.
______________________________________________
27.11.2010 – Alboffensive Konzert im JUZ Hechingen
Das Konzert der Alboffensive am 27. November 2010 im Jugendzentrum Hechingen war mit knapp 100 Gästen gut besucht. Als spezielles Willkommensgeschenk erhielt jede_r Besucher_in eine CD von der Alboffensive.
Auf dem Konzert spielten „The Lost Rivers“ , „Clap Your Hands Twice“ sowie „Mom’s Day“ und sorgten für gute Stimmung.
Neben der musikalischen Unterhaltung gab es auch mehrere Tischkicker, eine Bar und einen Info-Tisch mit Infomaterial über rechte Umtriebe und Alboffensive-Merchandise.
Insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, die die Alboffensive in Hechingen um einiges bekannter gemacht haben dürfte.
Vielen Dank an die Bands, die Unterstützer (Jugendgemeinderat Hechingen, grüne Jugend Hechingen, SMV des Gymnasium Hechingen) und alle Besucher und Besucherinnen.
So rum gehts doch auch:
:)
______________________________________________
AO – Exkursion zur Kultstätte der „Neutempler“
Auf den Spuren der rassistischen Neutempler-Sekte Am Sonntag, den 26. September 2010, begaben sich 13 Mitglieder und Freunde der Alboffensive in den kleinen Ort Dietfurt nahe Sigmaringen. Hier begaben wir uns zu der Hütte der Bergwacht, wo ein Historiker uns in einem Vortrag über einen bestimmten Aspekt der Geschichte Dietfurts aufklärte. In dem Ort an der Donau hatte sich nämlich in der Weimarer Republik eine rechtsradikale Sekte mit dem Namen „Neutempler-Orden“ angesiedelt. Wie wir erfuhren waren die „Neu-Templer“ ein antisemitischer, radikal rassistischer und antifeministischer Männergeheimbund. Er wurde bereits um 1900 in Wien von einem ehemaligen Priester des Zisterzienser-Ordens gegründet, der sich später Jörg Lanz von Liebenfels nannte. Dieser baute aus Versatzstücken von rassistischen und okkulten Lehren von Helena Blavatsky (die Begründerin der Theosophie) oder Gerhard Ritter von Schönerer (radikaler Antisemit und Antikatholik) eine eigene Lehre. Alle Nicht-“Arier“, d.h. Menschen die nicht ein bestimmtes Äußeres aufwiesen, waren nach Lanz „Niederrassen“ und „Tschandalen“, die aus der Verbindung von „arischen“ Frauen und Primaten hervorgegangen wären, weswegen er diese Nachkommen auch als „Äfflinge“ bezeichnete. Kurzum, der Mann hatte stark einen an der Klatsche und wäre schon damals ein Fall für den Psychiater gewesen. Allerdings stießen Lanz‘ Ideen auf Resonanz und er konnte mit seinen Anhängern eine Organisation gründen, die insgesamt 3-400 Mitglieder hatte. Dieser elitären Organisation namens „Ordo Novi Templi“ (ONT), die wie ein christlicher Orden aufgebaut war, gehörten viele Mitglieder der gehobenen Gesellschaft an, darunter auch der bekannte schwedische Schriftsteller August Strindberg. Deswegen lässt sich sein Einfluss nicht an der Mitgliederzahl festmachen.
Der Neutempler-Orden ist aber vor allem deshalb interessant, weil er den jungen Hitler stark beeinflusste. Bereits 1904 soll der Orden die Hakenkreuzflagge verwendet haben. Der Orden gab auch das Heft „Ostara“ heraus, von dem über 100 verschiedene Ausgaben erschienen, die fast alle nur von Lanz verfasste Artikel enthielten. Es ist bekannt, dass der junge Hitler während seiner Wiener Zeit eifrig die „Ostara“-Hefte las. In einem Buchtitel wird Jörg Lanz von Liebenfels auch als „der Mann, der Hitler die Ideen gab“ bezeichnet. Der Neutempler-Orden ist damit so etwas wie der braune Urschlamm des Nationalsozialismus.
Der Orden expandierte nach seiner Gründung von Österreich nach Deutschland, wo er sieben Niederlassungen gründete, davon eine in Dietfurt. Die süddeutsche ONT-Niederlassung „Staufen“ in Dietfurt wurde zwischen 1927 und 1930 mit der finanziellen Unterstützung des reichen Adeligen Graf Hochberg aufgebaut. Zum Kern der Niederlassung in Dietfurt gehörten 15 Personen aus Süddeutschland. Diese errichteten eine Hütte vor der Burg, heute Sitz der Bergwacht Sigmaringen, und bauten die Ruine der Burgruine in Dietfurt zu einer Kultstätte aus. Hier vollzogen die Mitglieder des Neu-Templerordens ab 1929 ihre Rituale. Dazu hüllten sie sich in weiße Kutten und sangen Lieder.
Nach dem Vortrag führte uns der Historiker in die Höhle unter der Burgruine, wo die Rituale stattfanden. In der Höhle gab es tatsächlich auch noch ein paar Hinterlassenschaften der Neutempler.
Insgesamt ein sehr interessanter Ausflug, der einen uns bisher unbekannten Teil der Geschichte beleuchtete. Leider ist das Thema nicht nur ein historisches. Jörg Lanz von Liebenfels hat noch einige Anhänger und es gibt inzwischen auch eine Neugründung des Neutempler-Ordens.
Mehr könnt ihr nachlesen unter:
Walther Paape: Drum haben wir ein Tempelhaus gegründet. Der Neutemplerorden (Ordo Novi Templi, ONT) des Lanz von Liebenfels und sein Erzpriorat Staufen in Dietfurt bei Sigmaringen. Gmeiner-Verlag. Meßkirch. 1. Auflage, November 2007

______________________________________________
Use Your Summer – Fußballturnier – Sommer 2010
Bei bestem Wetter veranstaltete die Alboffensive beim Use Your Summer Festival in Hechingen auf dem dortigen Street Soccer Court ein Hobby-Fußballturnier unter dem Motto „Kick Rechts weg“. 6 Teams spielten im Modus „JedeR gegen JedeN“ um den Turniersieg. Die Teams setzten sich aus den unterschiedlichsten Altersklassen zusammen (siehe Bilder). Zudem musste bei jedem Spiel pro Team mindestens eine Frau auf dem Platz stehen. In gemütlicher, entspannter und fairer Atmosphäre, die einen Schiedsrichter fast überflüssig machte und bei guter, abwechslungsreicher Musik setzte sich schließlich das Team „Multikriminell“ gegen die übrigen KontrahentInnen durch.
Auch die Bestände des Alboffensive Infostandes wurden wieder stark strapaziert.
Bei der abschließenden Siegerehrung bekam jedeR TeilnehmerIn des Turniers einen Alboffensive-Sampler und Aufkleber überreicht. Der erste Platz durfte sich zudem über Geschenkkörbe, gefüllt mit verschiedenen Bio- und Fairtradeprodukten, freuen.
Das Endergebnis :
1. Multikriminell (15 Punkte)
2. Use Your Summer (12 Punkte)
3. Alboffensive (9 Punkte)
4. Streetsoccer (6 Punkte)
5. Kickende Kippen (3 Punkte)
6. Killerkicker (0 Punkte)
Der Vortrag “ Über das Leben in einer herrschaftsfreien Gesellschaft“ der Alboffensive, der für Sonntag geplant war, musste leider ausfallen.
Hier nun einige Impressionen des Turniers.

Warum die Gesichter auf den Bildern unkenntlich gemacht wurden…
______________________________________________
13.05.2010 – 16.05.2010 Jubiläumsfestival JuHa Insel Balingen
Vom 13.05.2010 bis zum 16.05.2010 waren wir täglich auf dem „30 Jahre JuHa Insel“ Jubiläumsfestival mit Infostand, Kaffe und Kuchen vertreten. Wir teilten uns den Stand mit eine Klasse der Waldorfschule, die Sandwiches verkaufte. Durch die unterschiedlichen Veranstaltungen des Festivals konnten wir viele unserer Sampler, T-Shirts und sonstiges Infomaterial unter die Leute bringen.
Über den Link könnt ihr ein Bild unseres Standes (das mittlere Häuschen) aus der Entfernung bewundern:
______________________________________________
16.01.2010 AlbOffensive Sampler Release Party
Mit einer ordentlichen Fete startete die Alboffensive ins Jahr 2010.
Am 16. Januar 2010 veranstalteten wir ein Konzert mit Tom.Quadrat aus Tübingen, My Boogie Woogie Affairs aus Balingen, Daytodaze aus Herrenberg und zu guter Letzt Chaoze One & Lotta C. aus Karlsruhe/ Mannheim.
Allerdings ging es bei dem Konzert nicht (nur) um schnöde Feierei. Stattdessen stand der Release des ersten Alboffensive-Samplers im Vordergrund, von welchem JedeR Eintritt zahlende ein Exemplar bekam. Auf dem 19 Tracks starken Sampler ist musikalisch von Hip-Hop über Electro bis Punk quasi alles geboten, was das antifaschistische Herz höher schlägen lässt. Zudem haben wir noch drei (selbstproduzierte) Jingles draufgepackt, in denen sich mit Rassismus und Nationalismus im Allgemeinen und Nazis im Besonderen auseinandergesetzt wird. Und als ob das Alles nicht genug wäre, haben wir noch jeden Sampler mit Alboffensive – Stickern und einem kleinen Plakat gespickt.
Natürlich waren wir auch mit unserem Infostand vor Ort und es gab eine leckere VoKü des GBZ – Kollektives. Danke an dieser Stelle hierfür!
Bevor das Konzert startete, hielt noch ein Referent einen Mobilisierungsvortrag für den 13. Februar 2010. An Diesem Tag wird höchstwahrscheinlich wieder der alljährliche „Trauermarsch“ der „ Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“ und der NPD in Dresden stattfinden, welcher mit ca. 6500 Teilnehmern im letzten Jahr zum wohl größten, regelmäßig stattfindenden Nazi – Event Europas avanciert ist. Wer den Vortrag verpasst hat oder ihn nochmal hören möchte, kann dies am 27.01.2010 in der Hausbar in der Schellingstraße 6 in Tübingen und/oder am 30.01.2010 in der Zelle in Reutlingen tun.
Kurz nach dem Vortrag begann dann Tom.Quadrat, die Gäste mit Hip-Hop und Dancehall anzuheizen. Inhaltlich setzte er sich mit vielen sozialen Themen, wie etwa einem gesetzlichen Mindestlohn auseinander.
Danach gabs erst mal doppelt was auf die Ohren: Sowohl My Boogie Woogie Affairs als auch Daytodaze lieferten eine erstklassige Show voll von brachialen Hardcorepunk ab.
Und dann kamen auch schon Chaoze One & Lotta C. Aus Karlsruhe/Mannheim. Trotz ein paar kleiner technischer Macken legten sie einen routinierten Auftritt hin, bei dem sowohl Viele Klassiker wie“Revolution“ oder „mein Block“, als auch die neuen Stücke wie z.B. „Freiheit herrscht nicht“ nicht zu kurz kamen. Zusätzlich gabs noch einige komplett neue Tracks, die noch auf keiner Scheibe von den Zweien zu finden sind, wie etwa „ Chaoze One ist braunweiss“. Und um das Ganze abzurunden, gaben die Beiden noch einige Remasters zum Besten, zum Beispiel eine recht gut gelaunte Version des an sich doch eher trübseligen „Letztes Kapitel“oder „Was Positives“ mit Beats von Alicia Keys unterlegt.
Mit knapp 90 zahlenden Gästen war die Veranstaltung für Zollernalb – Verhältnisse sehr gut besucht, auch wenn dass natürlich noch ausbaufähig ist. Aber unter Anderem dafür war die Party ja auch gedacht. Und jetzt seid ihr dran: Bringt den Sampler unter die Leute, gerne auch als Sicherungskopie, macht Werbung für uns oder schreibt uns einfach eine Mail, wenn ihr uns anderweitig unterstützen wollt.
Ansonsten können wir ein durchweg positive Resümee aus unserer ersten Veranstaltung 2010 ziehen: viele ehrenamtliche Helfer, noch mehr Gäste, astreiner Sound bei den Konzerten und natürlich eine Bombenstimmung
Vielen Dank an alle Helfer, Gäste, Künstler!
kleine Impressionen:
______________________________________________
11. & 12.09.2009 Rückblick U&D in Geislingen
Beim diesjährigen U&D in Geislingen beteiligten wir uns mit einem Infostand, einem Kaffestand (mit leckerem Chiapas-soli-Kaffe, fair trade) und mit 4 Großen Sprühwänden.
2 professionelle Grafittikünstler haben die Wände gestaltet. 3 der 4 Wände standen anschließend zur freien verfügung bereit und wurden von Besuchern des U&D’s mit freude bemalt.
In der nacht vom 11. auf den 12. haben Dorfjugendliche, die namentlich bekannt sind, die Sprühwände versucht zu zerstören. Mehr als Umkippen ist aber nicht wirklich passiert. Das lag auch an dem beherzten eingreifen von den Organisatoren, die Nachtwache gemacht haben.
Dieser Vorfall zeigt leider, dass es wohl auch in Geislingen Jugendliche gibt die mit einem gesprühten „No Nazis“ oder „Wehrt euch gegen Nazis“ ein problem haben.
Fürs Auge:




Zerstörtes Kunstwerk:





Das fertige Kunstwerk vom Profi:

______________________________________________
17./18. Juli 2009 KuRT
Wir beteiligten uns dieses Jahr mit einem Infostand Beim KuRT Festival, auf dem es im Vorjahr zu Übergriffen von Rechten auf Alternativ gekleidete Jugendliche gekommen ist.
Dieses Jahr sind Nazi-Aufkleber aufgetaucht.

______________________________________________
Samstag, 04.07.2009 Balingen, Hermann-Berg-Haus
Premiere des Alboffensive-Vortrages über rechte Codes und Styles Leider hatten sich am Abend nur knapp 20 Menschen eingefunden, um dem Vortrag über rechte Codes und Styles zu lauschen.
Mit dem Alboffensive-Team waren es dann insgesamt etwa 30 Personen.
Dabei war dieser Vortrag etwas besonderes, es war eine Premiere.
Diesmal war kein Referent eingeladen wurden, sondern die Alboffensive stellte selber die beiden Referenten und hatte den Vortrag extra selbst erarbeitet. Es wurde nicht nur einfach die braune Symbolik benannt, sondern an Hand dieser rechten Codes und Styles wurden wesentliche Ideologie-Elemente der extremen Rechten dargestellt.
Die Alboffensive bietet an den Vortrag über „Neonazi Codes und Styles“ bei Ihnen vor Ort zu halten. Vorraussetzung sind ein Beamer und die Erstattung der Unkosten des Referenten (Anfahrt). Länge des Vortrages beträgt, inklusive Fragen und Diskussion, etwa 90 Minuten. Der Vortrag ist damit also gut geeignet für eine Doppelstunde an der Schule.
____________________________________________
Mittwoch, 20.5.2009 – Reutlingen, Rock gegen Rechts
Tatkräfig unterstützte die Alb-Offensive das „Bündniss gegen Rechts Reutlingen“ bei ihrer alljährlich stattfindeneden Demonstration gegen Rechts und dem Abendprogramm mit Livemusik.
____________________________________________
Mittwoch, 22.4.2009 – Balingen, Hermann-Berg-Haus
Dr. Seddik Bibouche von Institut für Erziehungswisenschaft der Uni Tübingen stellte die dort erstellte Studie “Rechtsextremismus und sein Umfeld – eine Regionalstudie” vor.
Die Studie untersuchte Rechtsextremismus im Rems-Murr-Kreis bei Stuttgart, einer wirtschaftlich prosperierenden Region, die keineswegs abwärts driftet. Daraus ergeben sich interessante Erkenntnisse, die das Bild vom Rechtsextremismus als Reaktion auf sozio-ökonomische Abstiegsprozesse in Frage stellen. Die Autoren der Studie stellen für die Region fest: “Nichts deutet darauf hin, dass die Basis für Rechtsextremismus und rechte Orientierungen ein Desintegrationsproblem sein könnte.”
Stattdessen halten sie als ein wichtiges Ergebnis fest: “Die Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass nicht die Existenz rechtsextremer Gruppen das eigentliche Problem darstellt, sondern eine politische Kultur, die eine Akzeptanz gegenüber dem Rechtsextremismus entwickelt.”
Über diese und weitere Ergebnisse sowie die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für Akteure vor Ort im Kampf gegen Rechts wollen wir sprechen.
Dr. Seddik Bibouche ist Lehrbeauftragter am Institut dür Erziehungswissenschaft der Uni Tübingen und Mitglied der “Tübinger Forschungsruppe für Migration, Integration, Jugend und Verbände”.
Pressemitteilungen:
kommen noch …
Fotos:
Dr. Seddik Bibouche
Infostand:
Flyer:
.
.
.
____________________________________________
Samstag, 14.04.2009 Hechingen Stadthalle Museum
Am 11.04.2009 veranstalteten wir in der Stadthalle Hechingen eine Infoveranstaltung zum Thema >>Rechtsextremismus in Süddeutschland – Schwerpunkt: Zollernalb< < mit dem Fachjournalisten Robert Andreasch als Referent.
Über 100 Personen haben wir an diesem Aprilabend trotz Biergartentemperaturen begrüßen dürfen.
Was die Presse sagt:
Hohenzollerische Zeitung: "Kein brauner Alb(t)raum!" Gelungener Auftakt der Alboffensive - Gegen Intoleranz und Gewalt
http://www.suedwest-aktiv.de/region/hohenzollerischezeitung/hechingen/4271780/artikel.php
Swäbisches Tagblatt: "Bomberjacken trägt heute niemand mehr"
http://www.tagblatt.de/3031739/Nachrichten/Steinlachtal
Alles in allem eine sehr gelungene Auftaktveranstaltung.
Nazis verteilten während der Veranstaltung im Umfeld Flugblätter:
Schlecht gemacht aber dafür mit Hakenkreuz:
Zum Flugblatt

____________________________________________
09.04.2009
Die Südwestpresse berichtet: Neonazis die Stirn bieten
Die „Alb-Offensive“ geht in Hechingen und Balingen an die Öffentlichkeit
http://www.suedwest-aktiv.de/region/hohenzollerischezeitung/hechingen/4266007/artikel.php
____________________________________________
Februar 2009
Zusammen mit einigen Interessierten begab sich die Alb Offensive ende Februar auf den Geschichtslehrpfad des KZ Bisingens.
…
______________________________________________
12.12.2008
Wintercocktail Special Party im JuVe in Gammertingen.
Party mit Input!
Specials:
- Glühwein
- draußen gibts Feuertonnen
- Wintercocktails
- Mixed Music by Dj Krsto!
Der Jugenddclub „Underground“ befindet sich unter der Turnhalle des Gymnasiums in Gammertingen.
Music by DJ Krsto aus Tübingen: Bekannt aus dem Club-Zoo oder anderen Locations.
der Link zum juve in Gammertingen(da gibts auch ne Anfahrtsbeschreibung):
www.jugendverein-gammertingen.de
Eintritt: 2,50Eur
Beginn: 20°°Uhr
Kiverlinstr. 23-25, 72501 Gammertingen
alt=
Mit einer ordentlichen Fete startete die Alboffensive ins Jahr 2010.
Am 16. Januar 2010 veranstalteten wir ein Konzert mit Tom.Quadrat aus Tübingen, My Boogie Woogie Affairs aus Balingen, Daytodaze aus Herrenberg und zu guter Letzt Chaoze One