Archiv für November 2016

Alboffensive-Solikonzert am 26. November in Hechingen!

Die „Alboffensive – Kein brauner Alb(t)raum“ veranstaltet am 26. November 2016 ein Punkrock-Konzert im JuZ Hechingen.
Beginn ist 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.
AO-Konzert 26.11.16
Es spielen die Bands: „Arschwasser“, „Bauernbrot“, „Doggod“, „Skinner“ und „Space Heinkel“.
Eintritt gegen drei Euro Spende.

https://de-de.facebook.com/events/604103659796562/

Kommt, habt Spaß und bringt eure Freund*innen mit!

Burladinger Bürgermeister inhaltlich auf AfD-Linie – Konsequenzen notwendig

Mit seinen Online-Sympathiebekundungen auf Facebook für die AfD-Vorsitzende Frauke Petry [1], für diverse AfD-Gruppen, für Gruppen mit Bezeichnungen wie „Merkel muss weg“, „Aufwachen Deutschland“ oder „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“ und mindestens einmal auch für den Beitrag eines Aktivisten der extrem rechten „Identitären Bewegung“ hatte der Burladinger Bürgermeister eindeutig klar gemacht, wo er politisch steht: Ganz rechts außen.
Nun suchte der Burladinger Bürgermeister auch offline den Kontakt zur AfD und „drischt unverhohlen die Parolen der Rechtsnationalen“, so ein treffender Kommentar im „Schwarzwälder Boten“ [2]. Dieser berichtet über einen Text im Amtsblatt über den Antrittsbesuch von Hans Peter Stauch aus Reutlingen im Burladinger Rathaus. Stauch ist Landtagsabgeordneter für die AfD im Wahlkreis 61 Hechingen-Münsingen. Stauch und Ebert verstanden sich dabei offenbar prächtig. Das wundert kaum, da die beiden Herren einige inhaltliche Gemeinsamkeiten haben dürften. So wurde laut Amtsblatt-Text auch über die „Asylantenproblematik“ geredet. Ebert sei demnach froh, dass Burladingen nur wenige Flüchtlinge hätte aufnehmen müssen. Trotzdem beklagt er die „horrenden Ausgaben“ der Unterbringung und nennt es „ein Unding“, dass in Hechingen minderjährige Flüchtlinge in einer Klinik untergebracht worden sind. Wie bei Rechtspopulisten üblich stellt der Bürgermeister dabei die Gruppen der Ärmsten in Konkurrenz zueinander. Er beklagt, dass die minderjährigen Flüchtlinge angeblich ein „Internat mit Vollpension“ zur Verfügung gestellt bekämen, während andere Menschen im Kreis ihren Kindern das Schulmittagessen nicht bezahlen
könnten. Auf die Idee eine Unterstützung für ALLE Bedürftigen zu fordern kommt der Bürgermeister mit seiner nationalistischen Logik aber natürlich nicht.

Mit seinen Äußerungen hat sich der Burladinger Bürgermeister erneut als AfD-Fan geoutet. Sowohl seine Facebook-Likes als auch sein inhaltlicher Flirt mit der AfD sind ein handfester Skandal.
Ebert wurde aber nicht als bekennender AfD-Sympathisant zum Oberbürgermeister gewählt. Vielen Menschen in Burladingen dürften angesichts der offenen Sympathien des Bürgermeisters für eine rechtspopulistische Partei inzwischen Zweifel gekommen sein, ob ihre Stimme für Ebert gut angelegt war.
Andererseits kamen die jüngsten Skandale um Eberts politische Vorlieben gar nicht überraschend. Immerhin reihte sich in Eberts bisheriger Amtszeit ein Skandal an den anderen [3]. Besonders auffällig war dabei seine eklatante Sehschwäche auf dem rechten Auge.

Wir, die Alboffensive, haben genug von diesem Bürgermeister und fordern angesichts seiner jüngsten Eskapaden seinen sofortigen Rücktritt. Das wird er nicht ohne starken Druck geschehen. Diesen können nur die Burladinger Bürgerinnen und Bürger aufbauen. Hier hoffen wir auf Protest und Kritik aus Burladingen.

Moritz Elser, Pressesprecher der Alboffensive, kommentiert: „Die aktive Ignoranz des Burladinger Bürgermeisters gegenüber den rechten Umtrieben in seiner Stadt hat seit Jahresanfang eine Erklärung. Der Bürgermeister hat offenbar selber ein rechtes Weltbild. Er wurde aber von den Burladingerinnen und Burladingern nicht als AfD-Sympathisant gewählt. Somit muss er sein Mandat wieder zur Verfügung stellen.“

[1] Erika Rapthel-Kieser: Burladingen Grupp wählt Grün – und Ebert die AfD?, 10.03.2016, http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.burladingen-grupp-waehlt-gruen-und-ebert-die-afd.0e7c50fd-08ce-49c3-a267-6b6e182601bc.html
[2] Erika Rapthel-Kieser: Burladingen Bürgermeister schwingt rechte Parolen. 27.10.2016, http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.burladingen-buergermeister-schwingt-rechte-parolen.ecce657c-4b39-4096-885e-143389cce8de.html
[3] Siehe Pressemitteilung der Alboffensive vom 30. Mai 2015