Archiv für November 2014

Nazi Parolen gegen Flüchtlinge in Meßstetten

Nazi-Parolen in Meßstetten

Bisher gibt es noch keine konkreten Hinweise auf die Unbekannten, die gegen die neue Flüchtlings-Erstaufnahmestelle in Meßstetten (Zollernalbkreis) mit Nazi-Schmierereien hetzen. Die Ermittlungen durch den Staatsschutz liefen, sagte ein Polizeisprecher. In der Einrichtung in einer früheren Kaserne waren Ende Oktober die ersten Asylsuchenden eingezogen.

„Wir sind entsetzt, dass es so was gibt“, sagte ein Sprecher des Integrationsministeriums. Die Vorfälle zeigten, wie wichtig es sei, dass man am Thema Antidiskriminierung weiter arbeite. Mit Projekten wie „Schule ohne Rassismus“ und „Schule mit Courage“ sei deshalb Ministerin Bilkay Öney (SPD) viel unterwegs im Land.

In der Nacht zum Mittwoch waren Wegweiser zur Aufnahmestelle besprüht worden, an einer Brücke hinterließen die Unbekannten ein 75 Zentimeter großes Hakenkreuz. An einem Buswartehaus vor einer Schule entdeckten die Beamten außerdem Naziparolen, ein Hakenkreuz sowie SS-Runen.

Der Bürgermeister von Meßstetten, Lothar Mennig, verurteilte die Taten, warnte aber vor einer Dramatisierung. „Wenn ein Verrückter hier agiert, spiegelt das keineswegs die Meinung der Bürger wieder.“ Es gebe in der 10 000-Einwohner-Gemeinde keine negative Stimmung gegenüber Flüchtlingen, sondern „unglaublich viele freiwillige ehrenamtliche Helfer“.

Nazi-Parolen gegen Flüchtlinge in Meßstetten, 22.11.2014, http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Nazi-Parolen-gegen-Fluechtlinge-in-Messstetten;art4319,2912351

Flüchtlingsgespräche in Winterlingen – Flüchtlinge erzählen aus ihrem Leben

13. November: Flüchtlingsgespräche in Winterlingen – Flüchtlinge erzählen aus ihrem Leben

Wir, die antifaschistische Kampagne „Alboffensive – kein brauner Alb(t)raum!“ möchten mit den Flüchtlingen reden, statt nur über sie.
Wir wollen ihre individuelle Lebensgeschichte aus ihrem eigenen Mund hören. Denn es ist vielen nur wenig bekannt über das Leben derer, die es bis nach EU-Europa geschafft haben und hier einen Antrag auf Asyl stellen.

Stellvertretend für viele Andere sollen mehrere Flüchtlinge aus dem Landkreis über ihren Weg nach Europa, ihre Hoffnungen und Wünsche und ihren Alltag in den Heimen erzählen. Sie werden auf Deutsch und Englisch ihre eigene Biografie präsentieren. Bei Bedarf wird es eine Übersetzung geben. Außerdem wird Andreas Lindner, Geschäftsführer vom Flüchtlingsrat, die Hintergründe der derzeitigen rechtlichen Lage von Flüchtlingen in der Bundesrepublik erläutern.

Dazu gibt es Essen, Musik und hoffentlich auch viele private Gespräche zwischen Flüchtlingen und Nicht-Flüchtlingen.

Dazu laden wir die Bevölkerung ganz herzlich ein und freuen uns auf ihr Kommen.

Am 13. November 2014 um 20.00 Uhr in 72474 Winterlingen in der Kleinkunstbühne K3, Wilhelm-Bihler-Straße 4